Gogolewo – das 4 km nördlich von Książ Wielkopolski gelegte Dorf. Der Name wurde aus dem Wort „Zwergsäger” hergeleitet. Dies zeugt davon, dass es in der Umgebung vom Dorf viele alte Laubwälder gab, weil die Ente Zwergsäger in den Nisthöhlen, in sehr ruhigen Orten nistet und solche Bedingungen herrschten zweifellos in den vergangenen Jahrhunderten in der Umgebung von Gogolewo. Die Wälder- zurzeit vor allem die Nadelwälder und die einzigartige Ruhe blieben in der Umgebung von Gogolewo bis heute erhalten. Die erste historische Erwähnung des Ortes Gogolewo stammt aus dem Jahr 1149, als Sędziwoj das Dorf Gogolewo dem Hl. Wincenty-Kloster in Wrocław geschenkt hat. Das ist gleichzeitig eine der ersten urkundlichen Erwähnungen des Ortes im Kreis von Śrem. In den späteren Jahrhunderten war Gogolewo das Erbe der Dynastie Doliwa aus Rozdrażew. Der Vertreter dieses Geschlechts, Paszek aus Gogolewo genannt, war Kämmerer von Kalisz und später Richter in Poznań und Eigentümer von Gogolewo, Lutogniew, Rozdrażew und Kępa in den Jahren 1392- 1425.  Paszek erbaute die erste Kirche in Gogolewo, und zwar St.-Johannes- Evangelist und St.-Stanislau-Kirche. Der Tempel  wurde am 23. Oktober 1390 geweiht. Der nächste Eigentümer von Gogolewo bis zum Jahr 1640, also 200 Jahre lang, war die Familie von Rozdrażewski- Jarosław, Jan, Wacław und ihre Nachkommen. Die nächsten Eigentümer waren die Familien von Mieliński, Cielecki, Grzymułtowski und schließlich die Familie von Grabowski, von der in der Mitte des XVIII. Jahrhunderts Ludwik Skrzetuski, der Sohn von Mateusz i Dorota Korzbok Zawadzka das Vermögen kaufte. In dieser Zeit- im Jahr 1777 brannte infolge des Donnerschlags die Kirche in Gogolewo nieder. 1779 wurde die neue Holzkirche im Barockstil erbaut, die bis heute überdauert.  Dieser Tempel entstand auf der kleinen Erhebung beim Mäander des Flusses Warthe, am Ort wo sich der Legende nach das gegen den Strom schwimmende Kreuz anhielt. Dieses Ereignis wurde als Zeichen von Gott empfangen und mobilisierte die Ortsbewohner zum Erbauen der Tempel. Zum Andenken des Geschehnisses wurde der Name der Kirche auf Kreuzerhöhung-Kirche geändert. In den für Polen schwierigen  Jahren des XIX. Jahrhunderts, während der Trennungen Polens, hatte große Bedeutung für die Tempel die Tatsache, dass die polnischen Pfarrer eine Andacht gehalten und die Sakramente spendeten. Die Gläubigen, die sich polnisch fühlten, kamen oft aus den sehr entfernten Orten. Der Tempel ist zum eigentümlichen örtlichen Ursprung der polnischen Wesensart geworden. In den anderen Pfarreien war das unmöglich, weil die preußischen Behörden mit der Funktion der Pfarrer die deutschen Priester betraut haben. Einer der Schöpfer von Hakata, also der Organisation, die zur Ziel hatte, die polnische Wesensart zu bewältigen, war der Eigentümer vom nahe gelegenen Ort Klęka– Hermann von Kennemann. Die renovierte Kirche erfreut sich bis heute des großen Interesses der Pilger. Der Ort, der auch sehr interessant ist, ist der historische Gutshof vom Ende des XVIII Jahrhunderts, ein Beispiel der polnischen klassizistischen Architektur, der auf dem Plan des Vierecks platziert wurde. Das eingeschossige Gebäude ist auf den schönen Bogengewölbekellern platziert (der Gutshof ist in ¾ unterkellert) und mit dem hohen Giebeldach mit der Nutzfläche des Dachbodens, mit Säulengang (mit vier Säulen), mit dem dreieckigen Tympanon bekrönt. Ursprünglich befand sich der Zufahrtsweg und der Eingang zum Gutshof vom Süden und führte durch den Vorwerkhof. Der Gutshof wurde in der Mitte des XIX. Jahrhunderts umgebaut, um nach der ehemaligen polnischen Tradition  die Vorwerksgebäude vom Sitz der Gutsbesitzer zu trennen. Der Residenzkomplex umfasst den kleinen ländlichen Park mit einigen jahrhundertealten Bäumen (die Gemeine Esche, Roteiche und Stieleiche und die in der unmittelbaren Nachbarschaft wachsende behäbige Winterlinde). 2014 wurde der Gutshof von Anna und Jarosław Sobkowiak gekauft. Zurzeit wird das Gebäude gründlich renoviert, um das ehemalige Aussehen innen und außen wiederherzustellen und das Objekt der Personen, die nach der Rast vom täglichen Lärm suchen, zur Verfügung zu stellen.

Paweł Walkowiak